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10. Mai 2018

Schmuck Auktion am 25. Mai in Hanau




Die Schule vereinnahmt momentan meine gesamte Kapazität, denn es geht langsam aber sicher auf die Abschlussprüfungen und auf das Gesellenstück zu. Daher komme ich gefühlt noch weniger zum Posten, hoffe aber dass es danach besser wird :D
Heute ist frei und daher habe ich mich mal wieder aufgerappelt euch ein kleines Update zu geben.

Am 25. Mai 2018 findet im Kulturforum Hanau ab 19 Uhr eine Versteigerung von 46 Schmuckstücken von den Schülern der Zeichenakademie Hanau statt. Hier seht ihr die Ohrhänger, die ich dazu beitragen werde und sie können ebenfalls an diesem Abend ersteigert werden.
Das Thema ist "Wort für Wort - Zeile für Zeile" und dazu haben wir unseren Schmuck entworfen und gebaut.
Das Startgebot liegt bei allen Schmuckstücken bei 99 Euro.
Auf der Webseite des Akademie Labels könnt ihr euch alle Stücke im Vorfeld ansehen. Auch am Abend selbst könnt ihr von 19 - 20 Uhr die Sachen angucken, anprobieren und wenn ihr wollt, mich treffen und über meinen Schmuck philosophieren :D 
Hier geht es zu der Webseite des Akademie Labels.
Es sind wirklich tolle Sachen dabei, also es lohnt sich mal reinzuschauen.

Die genaue Adresse ist:
Kulturforum Hanau
Am Freiheitsplatz 18 a
63450 Hanau

Hier noch ein paar Infos zu meinem Entwurf:


"Talisman Ohrringe" Auf die Idee für die Kugelohrhänger kam ich durch Diablo III. Ich mag den Style und die Stimmung von dem Spiel total und lasse mich da gerne mal inspirieren. Die Idee für die Kugeln kam tatsächlich durch die roten Lebenskugeln, die man da aufsammelt :D
Was ich auch irgendwie stimmig fand, denn ich wollte das die Ohrhänger einen magischen Charakter erhalten um auch so wieder auf das Thema zu kommen.  Deswegen die Idee, dass die Ohrringe als Talisman dienen. Was ja im Mittelalter eine gängige Methode war um für Schutz zu sorgen und da das 
geschriebene Wort mehr Macht hatte als das gesprochene sollten sie noch mit Runen versehen werden.
Die Runen wurden von meiner lieben Freundin Vanessa auf die Kronen graviert. Es handelt sich dabei um drei Schutzrunen,  die Kronen selbst sind vergoldet. Außerdem sind die Kronen frei beweglich und sorgen so für noch mehr Dynamik.
In einem Käfig sitzen die zwei Bergkristall Kugeln, welche sich darin frei bewegen können.
Bei den facettierten Steinen handelt es sich um Lemonquarz. Das verwendete Material ist 925er Sterling Silber.




Über die Runen:

Dagaz, symbolisiert den Durchbruch und das Erwachen von Bewusstheit. Es steht für Hoffnung, Glück und Sicherheit.

Algiz, ist ein universelles Schutzzeichen, es hilft uns, uns selbst und andere zu beschützen und symbolisiert das Erwachen auf einer höheren 
Ebene und unterstützt die natürlichen Instinkte.

Ansuz, smbolisiert Kommunikation, Inspiration und Enthusiasmus. Die Rune steht für Gesundheit, Harmonie, Wahrheit und Weisheit.

Es ist ein schöner Gedanke, dass Gegenstände Schutz bieten könnten. Davon kann jeder halten was er will, ich mag den Gedanken dahinter sehr und finde das macht das Stück zu etwas Besonderem. Ich hoffe natürlich, dass diese tollen Ohrhänger, der oder demjenigen viel Schutz bieten, auch wenn nur der Glaube daran zählt :)

Vielen Dank nochmal an Vanessa für die tolle Gravur, Herrn Wönne der mir mit Rat und Tat bei den Horrorlötungen zur Seite stand, Felix für das schöne oberste Foto und die Zeichenakademie mit Herrn Koch der sich für Aktionen dieser Art stark macht.



28. September 2016

Email Silber Ohrringe


Es hat ein bisschen gedauert bis ich euch diese Ohrringe zeigen konnte, denn sie waren ein Geburtstagsgeschenk für meine geliebte Mami und da sie mittlerweile auch eine fleißige Leserin meines Blogs ist, (hallo Mama!) kommen sie erst jetzt. 
Diese weiß/pinken Flächen in der Mitte sind von mir emailierte Kupferplatten, d.h. mit Glaspulver bestreute Kupferflächen die bei 800°C im Ofen zu einer glatten Glasoberfläche werden und sich in das Kupfer verhaken. So die Kurzfassung. Auf das Email selbst gehe ich jetzt erst mal nicht weiter ein, das mach ich vielleicht mal in einem anderen Post, sonst wird das hier zu lange.


Ich habe euch hier den Weg der Ohrringe vom Blech, bis zu den fertigen Stücken einmal etwas dokumentiert.


Also ja, man beginnt mit einem Blech das man erstmal anreißt, bzw. markiert wie lang und wie breit das Stück für die Fassung sein muss. Dazu nehme ich eigentlich fast immer den Messschieber.
Danach wird der Streifen mit der Säge ausgesägt.
Schon faszinierend wie unwertvoll doch Silber als Blech aussieht oder?


Jetzt habe ich den Streifen Blech mit der Halbrundzange rund gebogen - muss nicht perfekt sein, das richtige abrunden kommt später noch. 


Dann wird gelötet, bäääm! Mach ich übrigens am liebsten :D Solange bis das vorher aufgelegte Lot fließt und sich in die Fuge zieht. 
"Löten first person perspective" xD


Und jetzt wird auch der Ring richtig gerundet, dafür nimmt man einen Ringstock, so ein massives rundes Stahlteil, steckt den Ring drauf und schlägt mit dem Gummihammer so lange drauf ein bis es rund ist. Ok das klingt ziemlich brutal, aber ja, so ist es!


Damit jetzt aber das Emailplättchen auch in der Fassung hält, braucht es noch einen Innenrahmen wo es drauf liegen kann. Also Innendurchmesser von dem Rahmen genommen, Drahtlänge ausgerechnet, gerundet, Draht zugesägt und verlötet.


Hier seht ihr rechts das Innenteil..


und hier ist es im Rahmen eingepasst. Jetzt wird es mit dem Rahmen verlötet und danach wird der ganze Rahmen mit Feile und Schmirgelpapier versäubert.


Aus einem dünneren Draht habe ich noch Ohrhaken gebogen und ebenfalls an den Rahmen angelötet. Danach konnten die Ohrringe für eine Weile in die Beize, damit diese unschönen Oxidationsflecken verschwinden die durch das Löten entstehen. 
Mit der Hilfe von meinem Freund konnte ich dann die Plättchen noch einfassen, dazu benötigt man einen Fasserpunzen einen Hammer und am besten vier Hände, deswegen musste er hämmern während ich mit dem Punzen die Kante des Rahmens entlangfahre. Beim Fassen wird vom Prinzip her eigentlich nur das Blech etwas über das Blättchen gedrückt und hält es somit fest, dass es nicht aus dem Rahmen fällt.

  
Ja und so sieht das Ganze zum Schluss von vorne und hinten aus :)

Mir ist grade so beim schreiben aufgefallen, das es total schwierig zu erklären ist was ich da getan habe und das ich eigentlich für jeden Schritt ein Bild bräuchte plus Erklärung was man beachten muss, damit man es einigermaßen versteht. 
Ich hoffe es war trotzdem wenigstens ein bisschen nachvollziehbar und ihr habt einen kleinen Einblick bekommen :)





22. August 2016

"Bärentöter"-Jäckchen 2.0 | Teil 3: Pins und Patches



So ganz eigentlich hatte ich zuerst überlegt ein paar von den Patches und Pins von meiner alten Jacke auf die neue zu machen, aber ich bringe es nicht übers Herz da irgendetwas dran zu ändern, ganz ehrlich. Deshalb musste neuer geiler Scheiß her! 
Mir fällt grade auf, dass grade mal drei Pins gekauft sind, die derzeit an meiner Jacke hängen, alle anderen sind von mir. 
Dieses Stück Pizza mit Augen drauf (s. unten) habe ich ganz einfach mit Textilfarben auf ein altes, weißes Baumwoll Bettlaken von meiner Oma gemalt, doppelt gelegt und dann mit der Nähmaschine außenrum genäht und versäubert.
Gekauft ist oben die Pyramide mit dem Auge, dieses Zeichen links darunter (beides von Disturbia) und das Hoverboard, was sogar ein Geschenk war :D
Alle anderen Pins und der Button sind von mir, teilweise aus Shrink Plastic und teilweise aus Kupfer. Das Dreieck ist z.B. emailliert, d.h. ich habe einen dreieckigen Rahmen aus Kupfer gebaut und den mit Emailfarben, die hauptsächlich aus Glas bestehen, befüllt und dann ein paar Minuten bei 800°C in den Ofen gesteckt. 

Das bärtige, langhaarige Gesicht oben, ist Troy Sanders von Mastodon. Er soll ebenfalls noch emailliert werden, da ich aber keinen Ofen zuhause habe der 800°C schafft, muss ich leider warten bis ich in der Schule wieder die Gelegenheit dazu bekomme. Ihm sollen außerdem die anderen drei Bandmitglieder noch folgen :)
Eigentlich wollte ich die Gesichter, wie gesagt, emaillieren aber irgendwie gefällt mir diese Kupferoptik auch ganz gut, ich denke ich mache eine Silikonform von allen und kann dann mal alles ausprobieren :D

Ich werde dann noch mal einen extra Blogpost schreiben wie ich Troy hergestellt habe, da will ich ein bisschen näher ins Detail gehen. Hat echt Spaß gemacht aber sehr lange gedauert! 


So das war jetzt jedes Detail zu meiner Jacke, ich bin bis jetzt sehr glücklich mit ihr, aber sehr wahrscheinlich wird sich das ein oder andere noch ändern, dazu oder auch weg kommen. Aber erstmal bin ich glücklich einen einigermaßen würdigen Nachfolger für mein Bärentöter-Jäckchen gefunden zu haben :D

22. Februar 2016

Ringe aus Kupfer mit Bergkristall


Ihr erinnert euch ja sicherlich noch an meine zwei Ringe vom letzten Mal, falls nicht, könnt ihr euer Gedächtnis hier noch einmal auffrischen. Ich habe mal wieder mein Lötwerkzeug mit nachhause genommen und etwas herumexperimentiert. Am Ende hatte ich fünf neue Ringe :D
Ich habe mir noch ein paar von den einfachen gemacht, die ihr links seht und einen Ring mit Stein, auf dem Bild ganz rechts. Ich hab hier noch so ein kleines Sammelsurium an verschiedenen Steinen und hab mir dieses Stück Bergkristall für den Anfang mal ausgesucht. Für den Ring habe ich Kupferdraht flach geschmiedet und extra noch so ein paar Macken rein gehauen, dann zu einem Ring gelötet und die Fassung für den Stein ebenso drauf gelötet und den Stein eingefasst. Ich bin ganz zufrieden für den ersten Versuch, obwohl die Fassung noch etwas besser sitzen könnte, aber nächstes Mal dann ;)
Ich mag Bergkristalle übrigens sehr gerne - sie stehen für Mut, Weisheit und Klarheit, außerdem soll der Stein eine beruhigende Wirkung haben, was ja grundsätzlich nie verkehrt ist. Hätte ich heute gut auf dem Weg nachhause gebrauchen können, der von verspäteten Zügen gezeichnet war, vlt. wäre ich dann ruhiger geblieben! xD
Kupferschmuck gefällt mir immer besser und auch die Verarbeitung ist echt angenehm, werde da bestimmt noch ein paar mehr Sachen in nächster Zeit machen. Hier unten seht ihr den Ring nochmal im Detail und meinen sperrlich, zum schmieden eingerichteter, Arbeitstisch. Ich brauch unbedingt einen Goldschmiedetisch für Zuhause, denn wenn ich an einem normalen Arbeitstisch arbeiten will, muss ich auf einem Hocker sitzen, damit ich die richtige Arbeitshöhe habe xD Ich spar dann mal! :D





29. Januar 2016

Endlich wieder Schmuck!



Mein liebstes Thema, aber zugleich war es auch in letzter Zeit ziemlich still bei mir geworden was das angeht. Die Warheit ist, ich habe zur Zeit einfach nicht wirklich bock etwas neues aus Fimo zu machen, weil ich endlich, endlich, endlich auch was aus Metall in meinem Shop verkaufen will. Soweit bin ich leider noch nicht, aber endlich wurde es in der Schule mal interessanter und wir konnten mit dem Löten anfangen. Da ich in der Schule nicht viel Zeit habe für eigene Projekte, habe ich mir letzte Woche mein Lötzeug mit nachhause genommen um ein bisschen rumzukokeln. Ich hatte mir vor Wochen mal so einen kleinen Gasbrenner für Creme Brulee gekauft und es ging damit tatsächlich ganz gut :D leider war die Kartusche schnell leer, aber ich habe mir schon einen größeren Gasbrenner mittlerweile besorgt, mit größeren und wechselbaren Kartuschen und mehr POWER! Yay! 
Naja auf jeden Fall kam bei meiner Kokelaktion mit dem Creme Brulee Gerät dieser Runenring raus und auch wenn er noch scheiße gelötet ist,  finde ich ihn total geil :D
Das tolle ist, dass er aus kupfer besteht, welches wiederum aus alten Kabeln stammt und ich finde so schwarz oxidiert sieht es richtig schnieke aus :) Den dünnen Ring daneben habe ich auch aus Kupferdraht gemacht, wollte mir noch ein paar mehr von diesen einfachen dünnen Ringen machen, aber leider war dann das Gas alle :D
Muss ich dringend nachholen und vlt. mach ich noch ein paar mehr Runen Ringe :) 
Den Ring stelle ich übrigens nicht in meinen Shop, da ich noch ewig dafür brauche und er noch nicht gut genug dafür aussieht. Ich probier und bastel aber weiter rum bis zur Perfektion :)

Hier unten hab ich euch übrigens mal meine ersten Lötversuche hochgeladen, einfach Drähte und Bleche zusammengelötet um zu sehen was dabei raus kommt, ich finde es sieht sogar gerade weil es so schäbig ist, irgendwie wieder gut aus! :D war gut um mal zu sehen was so geht. Ich hoffe es wird jetzt kontinuierlich besser, aber ich merke schon wie die Perfektion mich mitreißt! xD



28. Januar 2015

Goldschmieden für Anfänger



Für manche Dinge braucht man einen kleinen Schupser.
So wie vor kurzem als mir mein Freund einen Goldschmiede Kurs geschenkt hat.
Der Kurs war super und hat total Spaß gemacht.
Es war ein Anfängerkurs und es ging darum nach 6 Stunden einen fertigen Ring aus Sterlingsilber am Finger zu haben. Insgesamt waren wir acht Kursteilnehmer.
Anfangs war ich wirklich nervös und hatte ein paar Bedenken, ob mir überhaupt ein schönes Ringdesign einfällt und ob ich das dann auch so super und akkurat umgesetzt bekommen würde, da ich mit so starren und wertvollem Material noch nie zuvor gearbeitet habe.
Unsere Kursleiterin hat verschiedene Bleche und Drähte aus Sterlingsilber mitgebracht und außerdem noch ein paar Steine. Je nachdem was man sich ausgesucht hat, setzte sich der Materialpreis zusammen. 
Da ich unbedingt einen Ring mit Stein wollte habe ich mir überlegt, welche Steine mir am besten gefallen (und erschwinglich sind). Besonders mochte ich einen kleinen Mondstein, der mir dann aber am Ende doch etwas zu winzig war. Daher habe ich mich für den Bergkristall entschieden, den ihr auch auf dem Foto seht. Als ich in etwa wusste was ich wollte habe ich das mit unserer Kursleiterin kurz durchgesprochen. Es war echt super sich mit ihr zu unterhalten. Sie konnte sich genau vorstellen was ich wollte und hat noch andere Vorschläge mit eingebracht, es ist wirklich schön auf Menschen zu treffen, die so eine Begeisterung und Leidenschaft für Schmuck haben und auch Wissen so toll vermitteln können!
Für meinen Ring brauchte ich ein Stück Draht ca. 2 mm Durchmesser, ein Stück Blech ca. 5 mm Breite, ein kleineres Stück Draht - ca. 1 mm Durchmesser und natürlich den Stein.
Daraus besteht der ganze Ring! 
Ich will jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber als kleine Erklärung wie es funktioniert beschreibe ich kurz die Arbeitsschritte.
Am Anfang werden die Drähte und das Blech alle rund gebogen - das Blech bildet später die Fassung für den Stein, also muss es um den Stein passen.
Der dünnere Draht soll den Stein von unten halten und wird in das runde Blech gelötet. Der Dicke Draht bildet den Ring und wird links und rechts vom Stein verlötet. Klingt alles ganz einfach aber zwischen diesen sehr grob umrissenen Arbeitsschritten liegen viele Arbeitsgänge wie - biegen, löten, hämmern, sägen, löten, sägen, feilen, löten...
Nach 6 Stunden war es vollbracht und mein Ring - inklusive mir - fertig!
Das Ergebnis hätte ich mir so schön niemals vorgestellt und ich bin richtig stolz auf meinen ersten Ring aus Sterlingsilber! 

Mein Fazit: Es hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich gerne mehr mit Edelmetallen arbeiten will und auch in Verbindung mit Polymer Clay. 
Was ich wirklich super an dem Kurs fand und auch so nicht erwartet hätte, war das wirklich jeder einen individuellen Ring am ende des Kurses hatte. Man konnte wirklich machen was man wollte und was die zeitliche Begrenzung des Kurses hergab. War bestimmt nicht mein letzter Kurs :)

Vielen Dank nochmal an die sympatische und geduldige Kursleiterin Susanne, es war wirklich sehr toll! Hier ist ihre Website falls ihr auch auf den Geschmack gekommen seid.